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Betroffene

Akute myeloische Leukämie (AML)

Die AML ist eine weitere Form der akuten Leukämie, bei der unreife Vorläuferzellen aus der myeloischen Reihe (die unter anderem zu Granulozyten, roten Blutkörperchen und Blutplättchen heranwachsen) sich unkontrolliert vermehren. Diese Zellen sind krankhaft und können ihre Aufgaben nicht erfüllen. Wie bei der ALL verdrängen die Leukämiezellen die gesunde Blutbildung, was zu Symptomen wie Erschöpfung, Infektionen und Blutungen führt.

Die AML tritt häufig bei älteren Menschen auf, kann aber auch in jedem Alter vorkommen. Die Diagnose erfolgt ebenfalls durch Blut- und Knochenmarkuntersuchungen, die Aufschluss über die Art der Zellen und genetische Veränderungen geben. Die Therapie ist meist intensiv und umfasst mehrere Phasen: eine erste „Induktionsphase“, die darauf abzielt, möglichst viele Krebszellen abzutöten, gefolgt von einer „Konsolidierungsphase“ zur Stabilisierung der Remission. In vielen Fällen ist auch hier die Stammzelltransplantation ein wichtiger Bestandteil der Behandlung, besonders bei höherem Risiko oder Rückfällen.

Da die AML sehr schnell fortschreitet, ist eine sofortige Behandlung lebenswichtig.